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Ärztemangel? - Kliniken fordern Erhöhung der Studienkapazitäten

 


Anlässlich des Symposiums "demografischer Wandel und die ärztliche Versorgung in Deutschland" erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Rudolf Kösters am 27.08.2009

Zitat:
"Wir werden ohne die Erhöhung der Studienkapazitäten für das Fach Humanmedizin das Problem des Ärztemangels in Deutschland nicht lösen können. Zum einen, weil es längst Realität am deutschen Arbeitsmarkt ist, dass Mediziner nicht im Krankenhaus oder in den Praxen arbeiten, sondern in medizinfremde Berufsfelder wechseln. Zum anderen, weil der enorm steigende medizinische Versorgungsbedarf durch den demografischen Wandel in Deutschland dringend eine höhere Zahl von Medizinern und damit Studenten der Humanmedizin erfordert. Besonders wichtig ist es, sich von der starren Fixierung auf Notendurchschnitte als Zugangsberechtigung für das Studium zu lösen, um nicht zahlreichen geeigneten Kandidaten den Zugang zum Medizinstudium zu versperren."

Dies ist  nach Auffassung von Geschäftsführer Peter Milde von peter milde + partner zu kurz gedacht. Würden wir die Mediziner in den kommunalen Kliniken auf der Basis ihrer Grundgehälter laut Tarifvereinbarung, zusätzlich leistungsabhängig vergüten, würde die derzeit stattfindende Abwanderung von begabten Medizinern in andere Berufsfelder "von heute auf morgen" gestoppt. Gleichzeitig könnte man so, auf die immer wieder von den Verbänden und Kliniken geforderte Erhöhung der Studienkapazitäten sowie auf die Abschaffung des Numerus clausus für den Fachbereich Humanmedizin verzichten.  

Sollten allerdings die Verantwortlichen ihre Forderungen weiter verfolgen und gar durchsetzten, werden die Kliniken in Deutschland das heutige Qualitätsniveau auf Dauer nicht mehr aufrechterhalten können, da wir dann nur noch dritt- und viertklassige Mediziner beschäftigen werden.
Bereits heute liegt der Anteil der zweit- und drittklassige Mediziner in den deutschen Kliniken bei ca. 20 bis 30 Prozent.




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