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Krankenhäuser fordern Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten weiter zu stärken

 

Die Krankenhäuser sind bereit, viel stärker als bisher angenommen mit den niedergelassenen Ärzten zusammen zu arbeiten.


Die Zeit ist reif, dass die kleinteilige Zuständigkeitsbegrenzung zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten und die starre Bedarfsplanung für die Praxen aufgebrochen wird (siehe hierzu auch die pmp-News vom 06.04.09).

Das anstehende Gesetzgebungsverfahren zur ärztlichen Versorgung muss als Chance begriffen werden.
Der Patient muss flächendeckend versorgt werden. Die Kliniken können dazu maßgeblich beitragen. Bei der Reform der Bedarfsplanung für die niedergelassenen Ärzte dürfen jedoch die Kassenarztsitze nicht nach statistischen Einheitswerten an den Patienten vorbei zugeordnet werden, sondern müssen sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Bevölkerung vor Ort orientieren.

Die Krankenhäuser sind offen für Kooperationen mit den niedergelassenen Ärzten.
Vorraussetzung für die verstärkte sektorenübergreifende Zusammenarbeit ist, dass die bislang vorgesehene Begrenzung der Mitarbeit der niedergelassenen Ärzte im Krankenhaus auf maximal 13 Stunden pro Woche aufgehoben wird. Zugleich ist es notwendig, neue Wege zu finden, die die Belegärzte besser in den Kliniken einbinden und die Vergütungsbegrenzung der vertragsbelegärztlichen Patientenversorgung auf 80 Prozent der Fallpauschalen aufheben.

Ein wesentlicher Eckpunkt zur Sicherung der Patientenversorgung bei bestehendem Ärztemangel sind die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ).
Es ist daher ausdrücklich zu begrüßen, dass die Regierungskoalition anerkennt, dass von Krankenhäusern errichtete MVZ zur Überwindung des Ärztemangels wesentliches beitragen können. Damit wird deutlich, dass die MVZ der Krankenhäuser häufig flexible ärztliche Arbeitsplätze im Angestelltenverhältnis anbieten, und zudem die Verzahnung mit stationären Leistungen sichern.

Es muss zudem schnellstmöglich klargestellt werden, dass auch die Öffnung der Krankenhäuser für spezialärztliche ambulante Behandlungen z. B. von Krebspatienten offensiv weiterentwickelt wird. Die im Koalitionsvertrag angekündigte kritische Überprüfung dieses Leistungsspektrums führt zu einem unnötigen Attentismus bei der Genehmigung von über 1.000 Anträgen, die bei den Krankenhausplanungsbehörden der Länder liegen. Mit deren Genehmigung würden die ambulanten Versorgungsmöglichkeiten vieler tausender Patienten auf höchstem Qualitätsniveau deutlich erweitert werden – so Geschäftsführer Peter Milde von peter milde + partner.




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